Zahnfleischmanagement
provisorischer zahnersatz
Zahnfleischmanagement
Zahnersatz wirkt nur unauffällig und nicht als Fremdkörper, wenn die ihn umgebenden Gewebe in einem intakten Zustand sind. Der natürliche Verlauf des Zahnfleischs entlang der sichtbaren Zahnkrone ist im gesunden Zustand von halbmondförmiger Kontur. Dabei werden die Dreiecke zwischen den einzelnen Zähnen, durch die sog. Interdentalpapille, eine kleine dreieckige Zahnfleischspitze, gefüllt. Bei parodontalen Erkrankrankungen, oder auch bei altem Zahnersatz, ist diese harmonische Struktur nicht mehr vorhanden (siehe Bild oben – Zustand nach parodontaler Erkrankung und Versorgung mit einer alten Keramikverblendbrücke). Die Wiederherstellung des natürlichen Gewebeverlaufs kann nur durch chirurgische und mikrochirurgische Zahnärztliche Maßnahmen in Verbindung mit provisorischem Zahnersatz zum Erfolg führen. Dabei ist von einer Behandlungsdauer von mindestens 6- 8 Monaten auszugehen.

Provisorischer Zahnersatz
Nach erfolgtem chirurgischem und mikrochirurgischem Eingriff wird der Provisorische Zahnersatz eingesetzt. Zur Aufnahme und Ausformung des Zahnfleischs durch die Provisorische Brücke, wurde vorm Einsetzen wurde das Zahnfleisch horizontal, am höchsten Punkt des Kieferkamms, eröffnet und der Knochen vorbereitet. Direkt im Anschluss wird der Provisorische Zahnersatz, mit seiner eiförmig gestalteten und hochglänzend polierten Auflagefläche eingesetzt. Durch den dabei entstehenden Druck wird das Zahnfleisch in seiner Form, dem Verlauf der Basis der Brückenglieder angepasst und modelliert. Nach ca. 4 Wochen, wenn die Wundheilung gut voran gegangen ist, wird der Provisorische Zahnersatz an seiner Basis neu aufgebaut und das Zahnfleisch evt. nochmals durch operative Maßnahmen korrigiert. Wiederum wird dabei durch Druck an der Basis die Form des Zahnfleischs in die Richtung einer natürlichen Papille modelliert.
Ovate Pontic
Auf dem Bild oben ist das Zahnfleisch vier Wochen nach dem ersten Eingriff zu sehen. Direkt nach Abnahme des Provisorischen Zahnersatzes zeigt sich eine schon deutlich geformte Papille und gut durchblutete, entzündungfreie Gingiva. Im nächsten Schritt werden die Brückenglieder des Provisoriums unterfüttert, um den Bereich um die entstanden muldenförmigen Auflagen weiter zu formen. Zwei bis drei weitere Korrekturen werden benötigt um aus der auf dem ersten Bild oben dargestellten Ausgangssituation, die Gingiva in Form und Aussehen einer natürlichen Zahnfleischpapille anzunähern. Erst nachdem diese Maßnahmen abgeschlossen sind, wird der definitive Zahnersatz angefertigt.