Implantate - individuell gefertigte Abutments
zahnfleischmanagement
Implantataufbau aus Edelmetall
Neben der Verwendung von industriell vorgefertigten Standartaufbauten für die Versorgung mit Zahnersatz, gibt es in der eine weitere Möglichkeit Implantate für die Aufnahme von Zahnersatz vorzubereiten.
Individuell hergestellte Abutments für Implantate haben ihren größten Vorteil in der Möglichkeit, ihre Form im Durchtritt (Emergenzprofil) durch die Schleimhaut so zu gestalten, dass Emergenzprofil und biologische Breite eines natürlcihen Zahnes wiederhergestellt werden können. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Implantatkörper bei der Implantation tief genug eingebracht wird und später eine ausreichende Schleimhautdicke über dem Implantat vorhanden ist.
Implantataufbau aus Keramik
Durch die Möglichkeit der optimalen Gestaltung des Emergenzprofils in Verbindung mit den positiven licht-optischen Eigenschaften im Bereich des Zahnfleischs, ist diese Art von Implantataufbauten, besonders im Frontzahnbereich, die von uns bevorzugte Art der Versorgung.
Zahntechnik - Planung Emergenzprofil
Der Erfolg, ob eine Krone auf einem Implantat einem natürlichen Zahn ähnlich sieht, hängt nicht so sehr von der Kronenform und Farbe ab, als vielmehr vom Bereich ihres Durchtritts durch das Zahnfleisch.
Den Bereich des Durchtritts nennt man Emergenzprofil. Dies beschreibt den Übergang von der Wurzel- zur Kronenform eines Zahnes mit dessen umliegenden Weichteilgeweben. Voraussetzung für die perfekte Gestaltung diesen Bereichs ist, dass während der Implantation der Implantatkörper tief genug eingesetzt wird.
Das Emergenzprofil wird mittels Wax-up im Zahntechnik Labor geplant und mit Übertragungsschlüsseln auf das Implantatmodell übertragen.
Individueller Keramikaufbau - Emergenzprofil
Im Frontzahnbereich verschaffen uns vollkeramische Implantataufbauten aus Zirkon, oder verblendete oder überpresste Implantat-Suprakonstruktionen die optimalsten Voraussetzungen für die spätere Implantatkrone.
Der wie oben beschriebene und vorbereitete Implantatdurchtritt wird mit keramischer Masse bis ca. 0,7 -1,0 mm unterhalb des Zahnfleischrandes aufgebrannt, oder überpresst. Der mit Keramik individualisierte Implantataufbau füllt danach in eiförmiger Form, mit hochglänzender und dichter Oberfläche den Bereich zwischen Implantatschulter und Zahnfleischrand auf.
Untersuchungen haben gezeigt, dass das umliegende Zahnfleisch sich perfekt und entzündungsfrei an diesen Oberflächen adaptiert.
Lichteinleitung und Lichtreflektion
Die Vorteile vollkeramischer oder auch geschichteter oder überpresster Implantataufbauten, liegen aber nicht nur in dem perfekten, dem natürlichen Zahn nachempfundenen Durchtritt, sonder auch in der Lichteinleitung und Lichtreflektion in das umliegende Zahnfleisch.
Bei Verwendung von Standart- (Titan) oder Goldaufbauten für , wird einfallendes Licht dunkel reflektiert (dies führt im ungünstigsten Fall zu einem dunkel verfärbtem Zahnfleisch rund um die Implantatschulter).
Wird der Aufbau des Implantats in der Zahntechnik allerdings aus keramischer Masse oder Zirkon hergestellt, so wird das einfallende Licht in die umliegenden Gewebe transportiert und läßt diese hell und gesund erscheinen.